Ryokô - Reise

Narita Airport

Narita AirportDer zweitbilligste Flug bei unserem Reisebüro führte uns am 28. März 1997 um 11:10 Uhr mit der Air France für 1500 DM pro Person von Köln nach Paris, und von dort um 13:30 Uhr nach Narita, wo wir gegen 9:30 Uhr am 29. März ankamen. (Der billigste Flug ging übrigens mit Aeroflot).

Der Flug in der kleinen Maschine, die uns von Köln zum Charle de Gaulle-Flughafen in Paris brachte, war noch nichts besonderes. In Paris jedoch strömten immer mehr Japaner zu unserem Gate, und wir bekamen zum ersten Mal einen Eindruck auf das, was uns erwartete: ein Hauch von Japan.

Die Zeit auf dem französischen Flughafen war knapp bemessen, weil wir so ziemlich den gesamten Flughafen durchqueren mussten. Japan ist nicht nur auf der Landkarte weit entfernt.

Mars Attacks

Der lange Hinflug von über 13 Stunden war in einer Hinsicht angenehmer als erwartet: trotz gebuchter Economy Class saßen wir bequem in Business Class-Sitzen mit Fußstützen, Schlafdecke und eingebauten Video-Monitor. Neben japanischen Filmen und Kinofilmen auf Französisch wurde auch "Mars Attacks" gezeigt. Haben Sie schonmal diesen Film 5 mal hintereinander gesehen? Das nenne ich die richtige Vorbereitung auf einen Kulturschock!

Das Essen an Bord war erwartungsgemäß Französisch / Japanisch, sogar Sushi war dabei, serviert von französischen und japanischen Stewardessen. Nette Einstimmung auf das Reiseziel. Ansonsten gestaltete sich der Flug eher zäh, neben Mars Attacks und unruhigem Schlaf schmökerten wir in unseren Reiseführern und versuchten uns vorzustellen, wie sich der erste Schritt auf japanischem Boden anfühlen würde.

Ankunft in Narita

Nach 13 einhalb Stunden ab Paris erreichten wir gegen 9 Uhr morgens Ortszeit den Internationalen Flughafen Narita, der etwa 60 km östlich von Tokyo liegt. Nachdem wir endlich die Einreiseformalitäten erledigt und unsere Rucksäcke und die Geschenkekiste wieder in Händen hielten, machten wir uns auf die Suche nach Tsutomu.

Irgendwie hatten wir - noch so ganz aus deutscher Sicht - erwartet, daß er uns mit dem Auto vom Flughafen abholen würde, aber wir hatten nicht mit den japanischen Verkehrs- verhältnissen gerechnet. Er meinte natürlich, daß er uns in Narita erwartet und wir dann gemeinsam mit der Bahn nach Yokohama fahren. Schon diese Zugfahrt würde etwa 2 Stunden in Anspruch nehmen, aber noch angenehmer sein, als sich mit dem Auto durch die verstopften Straßen von Tokyo und Yokohama zu drängen.

So kauften wir mit seiner Hilfe Bahnkarten (die alles in allem etwa 70 DM kosteten) und setzen uns mit dem vollen Rucksäcken unter einigen erstaunten Blicken in den Zug. An einem der Bahnhöfe in Yokohama erwartete uns seine Frau Shinobu mit dem Auto, und nur das letzte Stück bis zu ihrem Haus fuhren wir mit dem Wagen.

Weiter nach Yokohama...