Ryokô - Reise

Kakogawa - Kakogawa

KakogawaNach den Rehen in Nara wandten wir uns jetzt Richtung Kakogawa, um den letzten persönlichen Besuch unserer Reise anzutreten. Wir besuchten Matsuura-san, einen pensionierten Arzt, den wir in Köln in einem japanischen Restaurant kennengelernt hatten. Seine Tochter ist mit einem Deutschen verheiratet, daher war er auch öfters mit seiner Frau in Deutschland und an jenem Abend im Restaurant Daitokai neben uns am Tisch.

Sofort entstand damals ein Gespräch. Er fragte nach den wichtigen Dingen des Lebens (Automarke, Beruf etc.), und in den zwei gemeinsamen Stunden wurde das Essen zur Nebensache, wir unterhielten uns prächtig. Nach dem Adressentausch haben wir uns oft geschrieben und dann auch gegenseitig besucht.

In Kakogawa

National Treasure in KakogawaWir erreichten Kakogawa etwa gegen 2 Uhr nachmittags. Matsuura-san holte uns vom Bahnhof ab, und wir fuhren zu seinem Haus. Er hatte direkt neben seinem Wohnhaus seine Klinik, die nun sein Sohn führte, in der er aber auch noch ab und zu arbeitete. Er führte uns kurz durch die Räumlichkeiten.

Anschliessend fuhren wir zum Kakurinji-Tempel, der als "National Treasure" eingestuft ist. Im Handzettel, den wir von einer Bediensteten des Tempels überreicht bekamen, ist vermerkt, dass der Kronprinz Shotoku-Taishi den Tempel gegründet hat und er als Startplatz des japanischen Buddhismus angesehen wird. Er enthält neben anderen Kunstschätzen unter anderem die nebenstehende Bronzefigur der "Shoh-Kanzeon", der Gottheit der Barmherzigkeit.

Nach diesem Ausflug ging es zurück nach Hause, wo wir ein feudales Abendessen geniessen konnten, das die Hausherrin zubereitet hatte (unter anderem Roastbeef!). Zum Abschluß des Abends lernten wir noch die Enkel von Matsuura-san kennen. Er hatte uns gebeten, ein wenig Englisch mit Ihnen zu sprechen, um ihre Kenntnisse in dieser Sprache einmal anzuwenden. So waren anfangs ein wenig schüchtern, aber wir hatten eine schöne Zeit.

Vor dem Schlafengehen erzählten wir noch ein wenig über Gott und die Welt. Matsuura-san hat nicht nur durch die Heirat seiner Tochter ins Ausland Kontakte. Er hat auch Freunde in anderen Ländern, zum Beispiel Frankreich. Und er ist ein freischaffender Künstler, der seine Aquarelle und Zeichnungen des öfteren auch ausstellt. Jede Reise ins Ausland wir vor Ort in Aquarellen festgehalten. Fotos dieser Bilder hat er immer dabei, seine ganz eigenen Eindrücke und Reiseerlebnisse. Für den nächsten Tag stand eine Reise nach Himeji an, und ein Besuch der Himeji-Burg.

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