Ryokô - Reise

Himeji - Himeji

Blick über HimejiNach dem Frühstück starteten wir nach Himeji, wo Matsuura-san noch eine Überraschung für uns parat hatte. Für die Besichtigung der wunderschönen Himeji Burg hatte er eigens eine befreundete Japanerin engagiert, die uns in anderthalb Stunden eine sehr interessante, englischsprachige Führung durch das Burggelände präsentierte. Wir trafen uns am Eingang des Geländes, und während wir mit unserer Führerin durch die Burg streiften, setzte sich Matsuura-san an seine Staffelei und malte in der Zeit ein Bild von einem der angrenzenden Häuser. Beneidenswertes Talent!

In der Burg

Burg HimejiBereits im Jahr 1333 wurden in Himeji Festungsanlagen gebaut, die eigentliche Burg entstand jedoch erst ab 1580 und wurde 1609 fertig gestellt. Das für mich faszinierendste an der Anlage ist der geschickte Aufbau. Beinahe von überall ist der Hauptturm zu sehen, doch es gibt keinen direkten Weg dorthin. In Kreisen führt der Weg immer näher an diesen Turm, umgeben von Schutzwällen und Gräben und unterbrochen von zahlreichen Toren, die von Angreifern erst einmal überwunden werden müssen. Öffnungen in den Wällen des Turms dienten dazu, Angreifer, die bis dorthin vorgedrungen waren, mit kochendem Wasser oder Öl zu übergiessen. Um das Besteigen von Wänden zu erschweren, wurden extra bestimmte Gräser mit rutschigen Blättern gepflanzt.

Falls Sie diese Burg besuchen, sollten Sie sich auf jeden Fall um eine englischsprachige Führung bemühen, denn so werden Ihnen viele Details erklärt, die Sie anderfalls nicht erfahren.

Französisches Menü

Nach der Führung holten wir Matsuura-san, der sein Bild mittlerweile beendet hatte, und seine Frau wieder ab. Für das Mittagessen hatte er sich ein französisches Restaurant ausgesucht. So interessant hatten wir noch nie gespeist. Die Ober(innen) kamen bei jedem Gang mit von silbernen Glocken überdachten Tellern an den Tisch, stellten sie vor uns auf, und mit einem "Dadaaa" hoben sie in einer theatralischen Geste alle Glocken gleichzeitig von den Tellern. Ein warer Gourmet-Tempel.

Nachdem wir uns solchermassen gestärkt hatten, nahmen wir den nächsten Reiseabschnitt in Angriff, der besonders Eva als Geologin interessierte: Kobe.

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