Ryokô - Reise

Miyajima - Miyajima

MiyajimaAm nächsten Tag wollten wir eine der drei schönsten Anblicken Japans anschauen. Wir fuhren mit der Strassenbahn bis zum Miyajima-Port, und von da mit der JR-Fähre nach Miyajima, eigentlich korrekt Itsukujima mit dem gleichnamigen Schrein und, der Insel vorgelagert, dem orangfarbenen, etwa 10 Meter hohen Tori.

ToriNatürlich waren wir nicht alleine unterwegs. Mehrere Schulgruppen begleiteten uns, nur unterscheidbar durch die Schuluniformen, in diesem Fall unterschiedliche Sportanzüge. Begrüsst wurden wir an der Anlegestelle schon von Rehen, die sich ähnlich wie in Nara frei auf der Insel bewegen. Um diese kleine Menschenmasse ein wenig Vorsprung zu gönnen, haben wir uns zunächst das noch im Flutwasser stehende Tori vom Ufer aus angesehen. Danach spazierten wir Richtung Tempel, dessen Pfeiler ebenfalls mit leuchtend oranger Farbe gestrichen waren.

Der Schrein beherbergt auch eine Noh-Bühne, und tatsächlich war zu der Zeit, als wir die Insel erreichten, gerade eine Noh-Vorführung im Gange. Eine kleine Zuschauermenge verfolgte gespannt das Geschehen, Kameras zeichneten die Handlung auf der Bühne auf.

ToriWir nutzen jedoch die Ebbe aus, um einmal zum Tori zu spazieren (was für mich auch der eigentlich Besuchsgrund gewesen ist. Das Bild zeigt den Grössenvergleich, das Tori ist wirklich recht gross, und der Blick zurück auf die Insel ist auch ganz nett. Um uns herum waren übrigens einige Japaner offensichtlich dabei, Muscheln aus dem Matsch zu graben.

Nach einem kleinen Mittagessen in einem der Restaurants der Insel, die übrigens auch frische Austern anbieten, erkundeten wir die Insel. Neben dem Schrein bietet die Insel noch einige versteckte Schreine und schöne Wanderwege, von denen wir einige ausprobierten.

Ausklang des Tages

Der Ausflug nach Miyajima nahm weniger Zeit in Anspruch als geplant, so dass noch Zeit für einen kleinen Mittagsschlaf blieb. Nach knapp drei Wochen Rucksack-Tourismus machten sich doch die ersten Ermüdungserscheinungen breit. Das Abendessen stellten wir uns wieder im Basement eines Department Stores zusammen, unter anderem Sushi, Hähnchen-Spiesse (Yakitori) und Shrimps, und etwas Sake zum Nachspülen. Als krönenden Abschluss sahen wir dann "Bodyguard" im Fernsehen, natürlich auf japanisch. Mal eine echte Abwechslung zu den unzähligen Gameshows und den Berichten von Baseball-Spielen, die sonst immer dann im Fernsehen liefen, wenn wir einmal die Flimmerkiste anschalteten.

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